Wissen / Reportage

Welt der Tiere

Brillenpinguine - Die einzigen Pinguine in Afrika

Brillenpinguine gibt es in freier Natur nur im südlichen Afrika, nirgendwo sonst auf der Welt. Und von den 18 heute lebenden Pinguinarten sind sie die einzigen Pinguine auf diesem Kontinent.

Ihren Namen verdanken die Brillenpinguine den rosa-farbenen Hautflecken um ihre Augen. Diese recht kleinen Pinguine werden nur 70 Zentimeter hoch und 3,5 Kilogramm schwer. Kaiserpinguine sind fast doppelt so groß.Brillenpinguine ernähren sich hauptsächlich von Fischen, wie Sardinen, Sardellen und Makrelen. Ihr hakenförmiger Schnabel macht es leicht, die Beute zu greifen. Meistens wird der Fisch mit dem Kopf voran heruntergeschluckt.

Für Beutetiere und Feinde sind Brillenpinguine schwer zu erkennen. Von oben gesehen hebt sich ihr dunkler Rücken kaum vom Meeresboden ab. Von unten ist ihr weißer Bauch vor hellem Himmel fast nicht zu sehen. Ihr Schwanz dient als Steuerruder und mit den flossenähnlichen Flügeln sorgen Brillenpinguine für den Antrieb. Ihr Körper ist so geformt, dass sie auch mit wenig Kraft bis zu 20 Stundenkilometer schnell vorwärtskommen.

Die äußeren Federn der Brillenpinguine sind von einer Ölschicht überzogen und liegen wie Dachziegel übereinander. So gelangt kein Wasser an die Haut. Das Luftpolster zwischen den Federn hält Kälte fern. Weltweit soll es nur noch 20.000 frei lebende Brutpaare geben. Schuld daran sind die Menschen: Wir fischen die Meere leer, verschmutzen das Wasser und nutzen Guano massenhaft als Dünger für Pflanzen: Der Abbau des Pinguinkots stört die Tiere und ihre Umwelt so sehr, dass sie kaum noch Nachwuchs bekommen.

Fotos: Gerhard Bayer
Oktober 2018